Die Bundespolizei hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Menschen ohne Erlaubnis an den deutschen Grenzen aufgegriffen als im Vorjahr.

Seit September 2024 wird an allen deutschen Landgrenzen wieder kontrolliert. Das bedeutet: Wenn du mit dem Zug oder Auto aus dem Ausland kommst, kann die Polizei deinen Ausweis prüfen. Ziel ist es, Menschen ohne gültige Papiere möglichst schnell zu stoppen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat diese Kontrollen nach seinem Amtsantritt im Mai 2025 noch einmal verstärkt. Seiner Anweisung zufolge sollen auch Asylsuchende an der Grenze abgewiesen werden, mit Ausnahmen zum Beispiel für Kranke oder Schwangere.

Die Zahlen sind spürbar gesunken: Im ersten Halbjahr 2026 hat die Bundespolizei 24.329 unerlaubte Einreisen gezählt – ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Allein im Juni waren es nur 3.290 Fälle, der niedrigste Juni-Wert seit fünf Jahren. Im selben Zeitraum wurden mehr als 38.000 Menschen direkt an der Grenze zurückgewiesen, und die Polizei hat über 1.500 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Schleuser sind Personen, die andere gegen Geld illegal über Grenzen bringen.