Im ersten Halbjahr 2026 sind nur 1.014 Asylsuchende nach Sachsen-Anhalt gekommen – so wenige wie seit fünf Jahren nicht.
Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt hat am Sonntag eine Halbjahresbilanz veröffentlicht. Danach kamen 1.014 neue Asylsuchende zwischen Januar und Juni 2026 in das Bundesland. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2025 waren es noch 1.506 Menschen. Das ist ein Rückgang von 33 Prozent.
Asylsuchende sind Menschen, die in Deutschland Schutz vor Krieg oder Verfolgung suchen. Sie werden nach einem festen Schlüssel auf die Bundesländer verteilt. Sachsen-Anhalt bekommt davon nur einen kleinen Teil, weil das Bundesland weniger Einwohner hat.
Laut Ministerium waren die Zahlen zuletzt vor fünf Jahren so niedrig. Noch geringer waren sie nur 2020 und 2012, als weniger als 1.000 Menschen kamen.
Innenministerin Tamara Zieschang sagte, dieser Kurs solle entschlossen fortgesetzt werden. Damit meint sie: weiterhin weniger ungeregelte Zuwanderung, klare Regeln und bessere Steuerung.
