Im ersten Halbjahr 2026 haben in Deutschland rund 51.000 Menschen einen Asylantrag gestellt, das sind 27 Prozent weniger als im Vorjahr, und Frankreich hat Deutschland als wichtigstes Zielland in Europa abgelöst.

Du hast bestimmt schon davon gehört, dass Menschen aus anderen Ländern nach Deutschland kommen, um Schutz zu suchen. Die meisten kommen aus Afghanistan, der Türkei oder Syrien, weil es dort Krieg oder große Probleme gibt. Ein Asylantrag bedeutet, dass diese Menschen offiziell um Schutz bitten, damit sie bleiben dürfen.

Im ersten Halbjahr 2026, also von Januar bis Juni, wurden in Deutschland etwa 51.147 Asylanträge gezählt. Das klingt erstmal viel, aber es sind 27 Prozent weniger als im selben Zeitraum ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: Anfang 2024 waren es noch rund 121.000 Erstanträge in nur sechs Monaten.

Auch in ganz Europa gehen die Zahlen zurück. Insgesamt haben in der EU plus Norwegen und Schweiz nur 321.627 Menschen in der ersten Jahreshälfte Schutz gesucht – 19,3 Prozent weniger als vorher. Spanien ist vor allem das Hauptzielland für Menschen aus Venezuela, Italien für Menschen aus Bangladesch, und Deutschland bleibt vor allem für Afghaninnen und Afghanen attraktiv.