In Spanien haben bis Ende Juni 2026 rund 1,3 Millionen Menschen ohne gültige Papiere einen Antrag auf eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis gestellt – viel mehr als die Regierung erwartet hatte.
Stell dir vor, du lebst schon lange in einem Land, arbeitest dort, hast Freunde – aber du hast kein offizielles Dokument, das dir erlaubt, dort zu bleiben. Genau so geht es vielen Menschen in Spanien. Im April 2026 hat die spanische Regierung deshalb ein besonderes Programm gestartet: Wer nachweisen konnte, dass er seit Ende 2025 mindestens fünf Monate im Land gelebt hat und nicht vorbestraft war, durfte eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragen. Dafür bekommt man zum Beispiel Stromrechnungen oder Arzttermine als Nachweis.
Die Behörden hatten damit gerechnet, dass ungefähr 500.000 Menschen einen Antrag stellen würden. Doch es kamen viel mehr: Bis Mitte Juni waren es schon über 900.000 Anträge, am Ende der Frist am 30. Juni 2026 sogar rund 1,3 Millionen. Etwa ein Drittel der Antragsteller bekam bereits einen positiven Bescheid, bei 360.000 laufen die letzten Prüfungen noch. Die meisten Antragsteller kommen aus Lateinamerika, vor allem aus Kolumbien und Venezuela, sowie aus Marokko.
