Die britische Regierung hat einen neuen Plan vorgestellt: Asylbewerber sollen einen Teil der Kosten für ihre Unterbringung zurückzahlen, bevor sie dauerhaft im Land bleiben dürfen.

Was ist passiert? Die britische Regierung möchte, dass erwachsene Asylbewerber bis zu 10.000 Pfund (rund 11.600 Euro) zurückzahlen, wenn sie später genug Geld verdienen. Das Geld soll in monatlichen Raten gezahlt werden, ähnlich wie bei einem Kredit. Kinder sollen diese Rückzahlung nicht leisten müssen. Erst wenn alles bezahlt ist, können die Betroffenen einen Antrag auf eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis stellen. Das Ganze ist Teil eines neuen Gesetzes, das am Dienstag im britischen Parlament zum ersten Mal besprochen wird.

Wer hilft? Verschiedene Organisationen haben Kritik an dem Plan geübt. Madeleine Sumption vom Migration Observatory der Universität Oxford sagt, dass viele Geflüchtete gar nicht genug Geld verdienen, um die Rückzahlung leisten zu können. Auch die Menschenrechtsorganisation Helen Bamber Foundation kritisiert den Plan. Politikerinnen und Politiker diskutieren im Parlament über das Gesetz, und es gibt Gespräche darüber, ob die Regeln vielleicht noch geändert werden. So können sich Betroffene an Hilfsorganisationen, Beratungsstellen oder Anwältinnen und Anwälte wenden, um Unterstützung zu bekommen.