Im ersten Halbjahr 2026 sind deutlich weniger Menschen über den Ärmelkanal nach Großbritannien gelangt als im Vorjahr – die britische Regierung sieht darin einen Erfolg ihrer Politik.

Stell dir vor, du stehst an der Küste von Dover und schaust Richtung Frankreich. Über das Wasser, den Ärmelkanal, kommen seit Jahren Menschen in kleinen Booten nach Großbritannien. Zwischen Januar und Juni 2026 waren es nach Zahlen der britischen Regierung etwa 11.900 Personen. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum noch 19.982. Das ist ein Rückgang von 41 Prozent – ein deutlicher Unterschied.

Warum weniger Boote kommen, hat mehrere Gründe. Im April haben Großbritannien und Frankreich ein Abkommen erneuert, um die irreguläre Migration besser zu kontrollieren. Außerdem hat die britische Regierung ihre Einwanderungs- und Asylpolitik deutlich verschärft. Innenpolitisch spielt auch die rechtspopulistische Partei Reform UK eine Rolle: Sie steht in Umfragen zur Migration stark da und setzt Premierminister Keir Starmer unter Druck.