Im ersten Halbjahr 2026 sind deutlich weniger Menschen über den Ärmelkanal nach Großbritannien gekommen als im Jahr davor.
Das britische Innenministerium hat am Mittwoch neue Zahlen veröffentlicht. Zwischen Januar und Juni 2026 haben rund 11.900 Menschen den Ärmelkanal mit kleinen Booten überquert und Großbritannien erreicht. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es noch fast 20.000 Menschen. Das ist ein Rückgang von 41 Prozent.
Warum ist das wichtig? Der Ärmelkanal ist die Meerenge zwischen Großbritannien und Frankreich. Über diese Route versuchen Menschen, die keine Aufenthaltserlaubnis haben, in das Vereinigte Königreich zu gelangen. Die Überfahrt ist extrem gefährlich, weil die Boote oft nicht für das offene Meer geeignet sind und schon viele Menschen dabei ihr Leben verloren haben.
Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer hat in den letzten Monaten enger mit Frankreich zusammengearbeitet. Es gibt mehr gemeinsame Kontrollen an der französischen Küste und bessere Technik, um Boote frühzeitig zu entdecken. Außerdem wird stärker gegen Schleuser vorgegangen, also gegen kriminelle Banden, die solche Überfahrten gegen Geld organisieren.
