Immer weniger Leute in Deutschland kaufen neue Mode, und Nachhaltigkeit spielt dabei eine immer kleinere Rolle.

Eine große Umfrage hat gezeigt: 40 Prozent der Menschen in Deutschland informieren sich gar nicht mehr aktiv über Mode. Vor vier Jahren waren es nur 29 Prozent. Auch die Zahl der Wege, über die Leute Mode-Infos bekommen, ist gesunken – von 4,3 auf 3,4 Kanäle im Durchschnitt.

52 Prozent der Leute sparen bei Kleidung und Accessoires. Das ist mehr als bei Elektronik (41 Prozent) oder Wohn-Artikeln (36 Prozent). Ein Grund: Klamotten sind seit 2020 deutlich teurer geworden. Ein Herrenhemd kostet heute fast 15 Prozent mehr als 2020, Kinderschuhe etwa 12 Prozent. Insgesamt sind die Preise für alles seit 2020 um über 24 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig ist vielen Nachhaltigkeit nicht mehr so wichtig wie früher. Eine umweltfreundliche Herstellung finden nur noch 60 Prozent wichtig – 11 Punkte weniger als 2022. Siegel für Bio oder Nachhaltigkeit sind nur noch 42 Prozent wichtig, 10 Punkte weniger. Nur 10 bis 28 Prozent der Mode-Käufer achten wirklich stark auf Nachhaltigkeit.