Ein neuer Bericht aus der Buchbranche zeigt: Vor allem Kinder zwischen 10 und 15 Jahren greifen viel seltener zum Buch als noch vor einem Jahr.
Was ist passiert? Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat nachgezählt und gemerkt: Im Jahr 2025 haben über 30 Prozent weniger Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren Bücher gekauft als im Jahr davor. Auch das Geld, das in dieser Altersgruppe für Bücher ausgegeben wurde, ist um 30,6 Prozent gesunken. Insgesamt hat die Buchbranche in Deutschland 9,62 Milliarden Euro eingenommen – 2,7 Prozent weniger als 2024. Der Verband sagt: Das ist ein Warnsignal, gerade weil Lesen fürs Leben wichtig ist.
Wer hilft da gerade? Buchhandlungen, Verlage und Schulen versuchen gegenzusteuern. Sebastian Guggolz, der Chef des Börsenvereins, fordert von der Politik mehr Geld fürs Lesenlernen: Lesefähigkeit sei die Grundlage, um in einer Demokratie mitreden zu können. Auch Hörbücher boomen – sie sind 2025 um über 13 Prozent gewachsen. Wer lieber zuhört statt liest, findet dort also mehr Stoff denn je. Buchhändlerinnen wie Lyda Petzel aus Frankfurt berichten, dass in ihren Läden sogar wieder mehr junge Leute stöbern.
