In wohlhabenden Ländern trinken die Menschen weniger Bier – das spüren jetzt die Hopfenbauern in Deutschland, wo in diesem Jahr 62 Höfe aufgehört haben.
Du hast bestimmt schon einmal eine Hopfenpflanze gesehen: Die wächst meterhoch an Drähten und wird fürs Bierbrauen gebraucht. Deutschland baut davon weltweit am meisten an, mehr als ein Drittel der gesamten Ernte kommt von hier. Aber 2024 haben die Menschen rund um den Globus zwar rund 194 Milliarden Liter Bier getrunken, in vielen reichen Ländern ist der Durst aufs Bier aber kleiner geworden. Die japanische Brauerei Kirin rechnet diese Zahlen jedes Jahr aus, Daten für 2025 gibt es noch nicht.
Die Folge trifft die Bauern direkt: Die Anbaufläche in Deutschland ist in diesem Jahr um etwa sechs Prozent geschrumpft, das sind 1.101 Hektar weniger als vorher. Insgesamt werden hierzulande noch 17.861 Hektar Hopfen angebaut, und 62 Bauern haben ihren Betrieb ganz aufgegeben. Übrig bleiben 904 Hopfenerzeuger im ganzen Land. Der Verbandspräsident Adi Schapfl sagt, der Großteil des deutschen Hopfens geht sowieso ins Ausland – und wenn dort weniger Bier getrunken wird, fehlt die Nachfrage.
