Im März 2026 haben in Deutschland deutlich mehr Unternehmen Insolvenz angemeldet als noch vor einem Jahr.

Das Statistische Bundesamt hat gezählt: Im März 2026 haben die deutschen Gerichte 2.308 Anträge auf Unternehmensinsolvenzen bekommen. Das sind 15,8 Prozent mehr als im März 2025. Eine Insolvenz bedeutet, dass ein Unternehmen seine Schulden nicht mehr bezahlen kann und sich an ein Gericht wendet, um das Problem zu regeln.

Im ersten Quartal 2026 (also Januar bis März) waren es insgesamt 6.275 Unternehmensinsolvenzen - 6,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders häufig betroffen waren Firmen aus den Bereichen Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe (Hotels, Restaurants) und Baugewerbe. Auch bei Privatpersonen gab es mehr Pleiten: Die Verbraucherinsolvenzen stiegen im März um 18,9 Prozent auf 7.462 Fälle.

Gleichzeitig sind die Schulden, die bei den Pleiten im Spiel waren, aber gesunken: Sie beliefen sich im ersten Quartal 2026 auf rund 9,3 Milliarden Euro, während es ein Jahr zuvor noch 19,9 Milliarden Euro waren. Das liegt laut Statistikamt daran, dass im ersten Quartal 2025 mehr große Konzerne Insolvenz anmelden mussten.