In deutschen Unternehmen klagen weniger Chefs über fehlendes Personal als noch vor vier Jahren – die Wirtschaft schwächelt allerdings.

Stell dir vor, eine Bäckerei sucht verzweifelt eine Bäckerin oder einen Bäcker. Vor ein paar Jahren war das in vielen Berufen in Deutschland ein Riesenproblem. Die staatliche Förderbank KfW hat jetzt gemessen: Im zweiten Quartal 2026 sagen noch 21 Prozent der Firmen, dass ihnen Fachkräfte fehlen. Vor vier Jahren waren es noch fast 50 Prozent. Klingt erstmal gut, oder?

Aber: Der Grund für den Rückgang ist nicht, dass plötzlich viel mehr Leute richtig ausgebildet sind. Die Wirtschaft ist gerade einfach schwach. Unternehmen bestellen weniger, kämpfen mit hohen Energiekosten und der Konkurrenz aus dem Ausland. Deshalb stellen sie weniger neue Leute ein – und merken den Mangel gerade nicht so stark.

Wenn die Wirtschaft später wieder wächst, könnte der Fachkräftemangel schnell zurückkommen. Deshalb soll man jetzt nicht aufhören, mehr Azubis auszubilden, ältere Beschäftigte länger im Job zu halten und Fachkräfte aus dem Ausland zu holen. KfW-Chefökonom Dirk Schumacher sagt das ganz klar.