BMW hat seine Ziele für 2026 nach unten korrigiert, weil der chinesische Markt schwächelt und der Krieg im Nahen Osten die Energiepreise hochtreibt.
Was ist passiert? BMW hat am Dienstagabend eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Das bedeutet: Der Konzern rechnet damit, dass er 2026 weniger Autos verkauft und weniger verdient als ursprünglich geplant. Statt die operative Marge bei 4 bis 6 Prozent zu halten, erwartet BMW nun nur noch 1 bis 3 Prozent im Kerngeschäft. Auch beim weltweiten Absatz geht der Konzern von einem leichten Rückgang aus. Hauptgrund ist China, wo im Mai 22 Prozent weniger Autos verkauft wurden als im Vorjahr. Der Iran-Konflikt treibt die Energiepreise nach oben und belastet die Verbraucherstimmung.
Wer hilft oder handelt? Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic hat angekündigt, die bestehenden Sparmaßnahmen zu beschleunigen und neue Struktur- und Effizienzprogramme aufzulegen. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf die „Neue Klasse", eine neue Generation von Elektroautos, die in den kommenden zwei Jahren auf den Markt kommen soll. BMW verweist zudem auf Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung und betont, dass Strukturen und Kapazitäten laufend überprüft werden. Analysten wie Jose Asumendi von JPMorgan erwarten, dass BMW auf dem nächsten Kapitalmarkttag Details zu möglichen Kapazitätsanpassungen in Europa vorstellt.
