Im Mai 2026 sind in China rund 22 Prozent weniger Autos verkauft worden als im Vorjahresmonat, weil Subventionen wegfallen und viele Haushalte weniger Geld ausgeben.
Stell dir vor, du gehst in ein Autohaus und willst dir ein neues Auto kaufen – doch plötzlich ist die staatliche Förderung dafür gestrichen. Genau das passiert gerade in China. Der Verband CPCA berichtet, dass im Mai 2026 nur etwa 1,5 Millionen Autos verkauft wurden, fast ein Viertel weniger als noch ein Jahr zuvor. Auch über das ganze Jahr hinweg sind die Verkäufe bisher um rund 20 Prozent eingebrochen. Der CPCA-Generalsekretär Cui Dongshu erklärt, drei Dinge drücken auf den Markt: wegfallende Subventionen, höhere Spritpreise seit dem US-Iran-Krieg Ende Februar und eine schwächere Kaufkraft vieler Familien.
Hinzu kommt: China steckt seit Längerem in einer Immobilienkrise. Viele Familien zahlen gerade Kredite für ihre Wohnung zurück und überlegen deshalb genauer, ob sie jetzt ein neues Auto brauchen. Die Auto-Expertin Beatrix Keim sagt, chinesische Kundinnen und Kunden seien sehr preissensibel. Schon seit Oktober 2025 war bekannt, dass die Förderung für E-Autos sinken würde – also haben viele ihren Kauf einfach vorgezogen, was den jetzigen Einbruch noch verstärkt hat.
