In Österreich wurden im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Asylanträge gestellt als im Jahr davor.

In Österreich haben im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 4.903 Menschen einen Asylantrag gestellt. Das sind rund 44 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damals waren es noch etwa 8.800 Anträge. Innenminister Gerhard Karner hat diese Zahlen am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt.

Auch bei den Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen gab es viele Fälle: Mehr als 7.000 Menschen wurden im ersten Halbjahr außer Landes gebracht. Innenminister Karner sagte, dass zum ersten Mal seit über 20 Jahren mehr Menschen abgeschoben wurden, als neue Asylanträge hinzukamen.

Schaut man auf die Herkunftsländer, kommen die meisten Antragsteller aus Syrien und Afghanistan. Zusammen machen diese beiden Länder etwa die Hälfte aller Anträge aus. Bei den Chancen auf einen positiven Bescheid gibt es große Unterschiede: Iraner bekommen zum Beispiel in 76 Prozent der Fälle Asyl, Syrer aber nur in 32 Prozent.