Auf der Oder ist das Wasser wegen der langen Trockenheit so niedrig, dass seit Wochen keine großen Frachtschiffe mehr zwischen Ratzdorf und Hohensaaten-Finow fahren können.

Was ist passiert? Seit Wochen regnet es in der Region kaum, deshalb sinkt der Pegel der Oder immer weiter. An manchen Stellen liegt die Fahrrinne – also der Bereich, in dem Schiffe fahren dürfen – unter einem Meter. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) erklärt, dass die Bojen und Tonnen, die Schiffe lotsen, nicht mehr richtig gesetzt werden können. Ohne diese Markierungen ist die Strecke für große Frachtschiffe zu unsicher.

Wer hilft? Das WSA Oder-Havel beobachtet die Wasserstände genau und tauscht sich mit Logistikfirmen aus. Viele Unternehmen verladen ihre Waren jetzt auf Züge oder Lastwagen, damit Lieferungen trotzdem ankommen. Auch auf der Elbe gibt es ähnliche Probleme, weshalb Behörden überregional im Gespräch sind.

Was kannst du tun? Informiere dich über regionale Wetter- und Pegelstände, zum Beispiel über Apps des WSA. Wenn du in Wassernähe wohnst, achte auf Hinweisschilder am Fluss und betritt keine trockengefallenen Uferzonen unnötig – der Boden kann dort rutschig oder instabil sein.

Warum ist das für dich wichtig?

Wenn Flüsse austrocknen, ändert sich, wie Waren in deine Region kommen – das spürst du später auch in Geschäften und bei Preisen.