Ein neuer Bericht des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (Sipri) zeigt, dass die neun Atommächte der Welt ihre Waffen aufrüsten und ausweiten – damit enden Jahre des schrittweisen Abrüstens.

Was ist passiert? Das Sipri-Jahrbuch 2026, veröffentlicht am 8. Juni, schätzt, dass die neun Atommächte – die Vereinigten Staaten, Russland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel – zusammen rund 12.187 Atomsprengköpfe besitzen. Die Gesamtzahl ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, doch die Zahl der tatsächlich einsatzbereiten Sprengköpfe ist gestiegen. Etwa 4.012 Sprengköpfe sind derzeit auf Raketen stationiert oder bei operativen Streitkräften einsatzbereit, und rund 2.100 bis 2.200 befinden sich in höchster Alarmbereitschaft, vor allem in Russland und den Vereinigten Staaten. Sipri-Experte Matt Korda sagte, die Welt befinde sich "already in the middle of a new nuclear arms race," und dass jede Atommacht ihre Waffen in irgendeiner Form modernisiere. Ein wesentlicher Grund: Der New-START-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland lief im Februar 2026 aus – damit haben die beiden größten Atommächte erstmals seit mehr als 50 Jahren keine verbindlichen Obergrenzen für ihre Arsenale mehr.