Der Klimaforscher Daniel Huppmann vom IIASA war im ORF zu Gast und hat erklärt, was im Kampf gegen die Erderwärmung wirklich zählt.
Stell dir vor, du willst ein volles Glas Wasser nicht überlaufen lassen. Du kannst weniger Wasser reinkippen – oder du versuchst, das, was schon drin ist, irgendwie wieder rauszuholen. Genau so funktioniert das mit dem CO2 in der Luft, sagt der Klimaforscher Daniel Huppmann. Er war im ORF-Magazin ZIB2 zu Gast und hat erklärt: Am wichtigsten ist es, weniger CO2 überhaupt erst auszustoßen – vor allem aus Öl und Gas. Das nennt man Vermeidung. Erst danach kommt die Frage: Wie bekommen wir das CO2, das wir nicht vermeiden können, wieder aus der Atmosphäre?
Dafür gibt es zwei große Hebel: natürliche Senken wie Wälder, die CO2 aufnehmen, und technische Methoden, bei denen CO2 aus der Luft gefiltert und unterirdisch gespeichert wird. An der TU Wien gibt es dazu gerade einen „wichtigen Meilenstein“ in der Forschung, so Huppmann. Aber: Diese Technik ist noch teuer, braucht viel Energie und funktioniert bisher nur im kleinen Stil. Wälder haben dagegen ein Problem: Es gibt einfach nicht genug Fläche, um alleine alle Emissionen aufzufangen. Huppmann sagt deshalb: Speicherung ist „eine wichtige Komponente, aber ist nur eine von vielen“.
