Am 11. Juli ist Weltbevölkerungstag. Dann geht es darum, wie viele Menschen auf der Erde leben - und wie sich die Zahl verändert.

Derzeit leben rund 8,3 Milliarden Menschen auf der Erde. Das sind unvorstellbar viele - mehr als je zuvor. Zum Vergleich: 1987 waren es erst fünf Milliarden. Seitdem ist die Weltbevölkerung stark gewachsen.

Warum wächst die Bevölkerung trotzdem noch? Vor allem, weil heute viele Menschen ein hohes Alter erreichen. Gleichzeitig bekommen Frauen im Schnitt weniger Kinder als früher: heute etwa 2,2 pro Frau, in den 1970er Jahren waren es etwa vier.

Die Vereinten Nationen schauen in die Zukunft: Mitte der 2080er Jahre könnte die Erdbevölkerung bei rund 10,3 Milliarden Menschen ihren Höchststand erreichen. Danach wird die Zahl vermutlich leicht sinken. Aber: Das gilt nur im Durchschnitt. In Afrika südlich der Sahara wächst die Bevölkerung weiter, in vielen reichen Ländern wie Japan, Russland oder China schrumpft sie schon jetzt.

Auch in Deutschland ist die Bevölkerung Ende 2025 leicht gesunken: auf 83,5 Millionen Menschen. Die Nettozuwanderung kann das Geburtendefizit hier nicht ausgleichen. Um den Arbeitskräftemangel abzufedern, schlägt der Bevölkerungsforscher Frank Swiaczny mehr Investitionen in Bildung, den Einsatz von Technik und eine gezielte Zuwanderung vor.