Weiße Geisterräder in Brandenburg erinnern an Radfahrerinnen und Radfahrer, die bei Unfällen gestorben sind – und der ADFC setzt sich für mehr Sicherheit auf den Straßen ein.
In Brandenburg stehen an manchen Straßenecken weiße Fahrräder. Diese Geisterräder sind an Masten oder Bäume angeschlossen und erinnern an Menschen, die dort bei einem Unfall gestorben sind. Im vergangenen Jahr wurden in Brandenburg 19 Radfahrerinnen und Radfahrer im Straßenverkehr getötet, im Jahr davor waren es 12. Erst kürzlich wurde ein Geisterrad in Babelsberg aufgestellt, nachdem ein 82-Jähriger an einer Kreuzung von einem Lastwagen erfasst worden war.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) kümmert sich um diese Räder. Wichtig ist: Ein Geisterrad wird nur aufgestellt, wenn die Angehörigen das auch möchten. "Nicht immer wünschen sich die Angehörigen ein Ghost Bike", sagt Antje Schregel, Geschäftsführerin des ADFC-Landesverbands. Der Verband will mit den Rädern auf jedes einzelne Schicksal aufmerksam machen. "Die Idee ist es, jeden getöteten Radfahrer sichtbar zu machen", erklärt Philipp Otto vom ADFC.
