Zwei große Verbände in Österreich fordern von der Regierung, sich bis Ende Juli auf ein neues Modell für die Wehrpflicht festzulegen.
In Österreich diskutieren Politik und Verbände seit Monaten über die Zukunft der Wehrpflicht. Die Plattform Wehrhaftes Österreich und der Milizverband (MVÖ) sagen jetzt: Es reicht. Sie wollen, dass die Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS beim Sommerministerrat am 27. Juli endlich eine Entscheidung trifft. Erich Cibulka, der Vorsitzende der Plattform, sagt: Die Wehrpflicht besteht aus zwei gleich wichtigen Teilen – dem Militär- und dem Zivildienst. Beide müssten zusammen weiterentwickelt werden.
Beide Verbände unterstützen das Modell „Österreich plus". Das bedeutet: Acht Monate Grundwehrdienst und zusätzlich zwei Monate Milizübungen, also Übungen für Reservisten. Der Milizverband sagt, dieses Modell sei am effektivsten, am günstigsten und von Experten empfohlen. MVÖ-Präsident Armin Richter betont, die Sicherheitslage in Europa lasse keine weiteren Verzögerungen zu.
