Deutschlands Umweltminister warnt: In Zukunft könnte es in Deutschland Streit um Wasser geben – doch es gibt schon Wege, dagegen etwas zu tun.

Was ist passiert? Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat im Radio gesagt: "Deutschland war bisher ein wasserreiches Land, aber das ändert sich gerade." Das bedeutet: Bei uns wird Wasser knapper, vor allem im Sommer. Besonders betroffen sind Orte wie Berlin, das sein Wasser aus der Spree bekommt, und Regionen, in denen viel Wasser für die Industrie gebraucht wird, etwa für die Halbleiterfirma Infineon in Dresden. Auch in Bayern hat die Stadt München schon Verbote ausgesprochen: Kein Wasser für Pools, keinen Rasen sprengen, kein Wasser aus Seen pumpen. In Dublin in Irland gilt sogar eine sechswöchige "Water Conservation Order". Wer sich nicht daran hält, kann eine Strafe bekommen. Ähnliche Regeln gibt es in Frankreich, Italien und der Schweiz.

Wer hilft? Politikerinnen und Politiker arbeiten an Lösungen. Schneider sagt: Wasser soll besser in der Landschaft gehalten werden und mehr in den Boden versickern. Der Deutsche Städtetag will, dass große Firmen, die viel Wasser verbrauchen, einen einheitlichen Beitrag zahlen. Grüne-Fraktionschefin Britta Haßelmann sagt: "Trinkwasser für Menschen muss immer Vorrang haben." Auch die Kommunen vor Ort spielen eine große Rolle: Sie erlassen Regeln und kontrollieren, ob alle sich daran halten. In München hat Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) zum Beispiel gesagt, dass es nach einem sehr trockenen Winter und Frühling keine andere Wahl gab.