Der Chef der AfD-Jugend sagt: Nur dagegen sein reicht nicht - die Partei soll auch erklären, was sie selbst will.
Jean-Pascal Hohm leitet die Jugendorganisation der AfD, die Generation Deutschland heißt. Vor einem großen Treffen der Partei in Erfurt hat er gesagt: "Wir als AfD sagen noch viel zu häufig nur, wogegen wir sind, und spitzen da extrem zu." Damit meint er, dass die Partei oft nur Kritik übt, aber selten sagt, was sie konkret ändern will.
Hohm findet, dass sich das ändern muss - vor allem, wenn die AfD irgendwann mitregieren will. Dann müsse man deutlich machen, wofür man steht. In wichtigen Themen wie Migration und Wirtschaft solle die AfD aber weiter hart bleiben. Außerdem kann er sich eine Zusammenarbeit mit der CDU vorstellen, also eine schwarz-blaue Koalition.
Hohm hat selbst Anfang Juni gesagt, dass er für den Bundesvorstand der AfD kandidieren will. Der wird am Wochenende in Erfurt neu gewählt. Auf dem Parteitag geht es also auch darum, wer die Partei in Zukunft führt - und wohin sie sich entwickelt. Für dich bedeutet das: Parteien verändern sich, und es lohnt sich, genau hinzuschauen, was Politikerinnen und Politiker eigentlich sagen - und was nicht.
