Ein Kommentar über den Wechsel von Nico Paz sorgt für Diskussionen über ein bekanntes Geschäftsmodell im Profifußball.

Stell dir vor, dein Lieblingsverein verkauft einen Spieler an einen anderen Club, behält aber heimlich das Recht, ihn später zurückzuholen. Genau das passiert im Profifußball ständig, und viele Fans finden das unfair. Ausgelöst wurde die neue Debatte durch den Wechsel von Nico Paz von Real Madrid zu Como in Italien und zurück, bei dem eine solche Rückkaufklausel eine zentrale Rolle spielte.

Die Kritik richtet sich vor allem gegen große Clubs wie Real Madrid und Bayern München. Sie kaufen junge Spieler aus ihrer eigenen Jugend zurück, nicht weil sie sie unbedingt brauchen, sondern weil sie sie später teurer an einen anderen Verein weiterverkaufen wollen. Bekannte Beispiele sind Undav und Emerson Royal, die zunächst zurückgeholt und dann mit Gewinn abgegeben wurden.

Vereine wie Bayer Leverkusen stehen ebenfalls im Fokus der Diskussion. Die Geschäftsführer Simon Rolfes und Fernando Carro wurden in dem Kommentar direkt angesprochen. Denn auch bei Leverkusen gebe es solche Modelle, bei denen Spieler Teil eines sogenannten Schattenkaders werden. Damit ist ein Kader von zehn oder mehr Spielern gemeint, die offiziell woanders spielen, aber faktisch dem Verein gehören.