Die Autorin Johanna Sebauer hat einen neuen Roman geschrieben, in dem ein Mann plötzlich seinem älteren Selbst im Supermarkt begegnet.
In „Popóm" geht es um Hendrik, der sein Leben mit vielen kleinen Macken meistert: Er löffelt immer zuerst den Saft aus dem Gulasch, bekommt Gänsehaut von Schuhen, die über den Knöchel gehen, und hat große Angst vor dem Fliegen. Statt Flugzeug nimmt er lieber die Regionalbahn. Sogar in seinem Kopf hat er eine Zahlengerade mit bunt eingefärbten Bäumen: weiß bei zehn, ockergelb bei zwanzig, fleischrosa bei dreißig, rot bei vierzig.
Eines Tages entdeckt Hendrik im Supermarkt einen Mann, der genauso aussieht wie er – nur älter. Dieser Doppelgänger trägt einen saharagelben Mantel und führt einen Pfeifenladen. Hendrik fängt an, bei seinem älteren Ich zu arbeiten. Dabei stellt sich die Frage: Ist das wirklich eine zweite Person oder nur Hendrik in der Zukunft?
Sebauer erzählt die Geschichte mit viel Humor und einem bisschen Melancholie. Es geht darum, wer wir eigentlich sind, wenn wir älter werden, und wie wir mit der Angst vor dem umgehen, was noch kommt. Literaturkenner sagen, das Buch sei eine „charmante Mischung" aus Zeitreise, Selbstfindung und dem Umgang mit Zukunftsängsten.
