Im Theater Reichenau wurde am Sonntagnachmittag eine berühmte Geschichte von Stefan Zweig auf die Bühne gebracht – und das Publikum war begeistert.
Worum geht's? Stefan Zweig hat 1927 die Novelle „Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau" geschrieben. Darin erzählt eine ältere Frau einem Fremden im Hotel von einem Erlebnis, das sie nie vergessen konnte. Damals war sie 42 Jahre alt, schon verwitwet und hat in einem Hotel in Monte Carlo eine Nacht mit einem jungen Mann namens Teo verbracht. Sie wollte ihn vor seiner Spielsucht retten – was schiefging.
Im Theater Reichenau wurde das Stück jetzt neu erzählt. Statt zum fremden Hotelgast beichtet Charlotte (gespielt von Julia Stemberger) ihrer Schwester Agnes (Sona MacDonald). Das macht die Sache persönlicher: Zwei Schwestern, ein Geheimnis. Nils Arztmann spielt Teo – einen jungen, spielsüchtigen Mann, der mit Zigarette durch die Szene tänzelt.
