Eine neue Inszenierung von Arthur Schnitzlers Stück „Reigen" wurde bei den Festspielen Reichenau aufgeführt – und die Kritik fällt verhalten aus.
Was ist passiert? Bei den Festspielen Reichenau haben Schauspielerinnen und Schauspieler das bekannte Stück „Reigen" von Arthur Schnitzler auf die Bühne gebracht. Regie führten Alexandra Henkel und Dietmar König. Das Stück besteht aus zehn kurzen Szenen, in denen immer zwei Personen aufeinandertreffen. Die Kritik schreibt, dass die Aufführung zwar viel Lust zeigt, aber wenig echte Leidenschaft zu spüren ist. Die Figuren wirken eher mechanisch, und der Funke, der Schnitzlers Dialoge eigentlich ausmacht, will nicht überspringen.
Wer hilft? Die Kritikerinnen und Kritiker schauen genau hin und erklären, warum dieser Abend nicht zündet. Sie benennen klar, was fehlt: Wärme, Tiefe und ein Gespür für die echten Gefühle hinter den Worten. Bühnenbildner Dimitrij Muraschov hat eine karge, braune Bühne gebaut – das passt zur kalten Wirkung. Auch der Gesang am Ende, bei dem alle zusammen Schnitzlers altes Liebesgedicht singen, kann daran wenig ändern.
