Ein neuer Ministerpräsident in Ungarn will das alte politische System umbauen – aber ein Experte sagt: Vorsicht!

Stell dir vor, ein Land bekommt einen neuen Chef – und der hat richtig viel Macht. Genau das passiert gerade in Ungarn. Der neue Ministerpräsident heißt Péter Magyar. Er hat mit seiner Partei Tisza die Wahl gewonnen und darf jetzt das umbauen, was sein Vorgänger Viktor Orbán viele Jahre lang aufgebaut hat. Die Regierung nennt das Programm „Operation Fegefeuer" – das klingt ein bisschen dramatisch, bedeutet aber so viel wie „Säuberung" oder „Reinigung" des alten Systems.

Ein Experte namens Peter Techet hat im österreichischen Fernsehen erklärt, was daran gut und was daran problematisch sein kann. Gut findet er: Wenn jemand verspricht, veraltete Strukturen zu verändern, und die Leute ihn dafür wählen, dann darf er das auch tun. „Die Wählerinnen und Wähler wussten, wofür sie stimmen", sagt er. Problem findet er aber: Magyars Partei hat so viele Sitze im Parlament, dass sie praktisch alleine entscheiden kann. Für eine lebendige Demokratie sei das eigentlich nicht so gut, meint Techet.