In Österreich wird seit ein paar Jahren deutlich weniger Zement verbaut als früher – und das hat Folgen für die Industrie und das Klima.
Wenn neue Häuser, Straßen oder Brücken gebaut werden, braucht man Beton, und der besteht zum größten Teil aus Zement. In Österreich ist die Nachfrage nach Zement in den letzten drei bis vier Jahren um rund ein Viertel eingebrochen, weil nach dem Bauboom weniger große Projekte gebraucht werden. Auch in Deutschland und Frankreich wird so wenig Zement verbraucht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.
Die gute Nachricht dabei: Pro Tonne Zement stoßen die österreichischen Werke inzwischen weniger CO2 aus als je zuvor – nämlich 467 Kilogramm pro Tonne. Das liegt unter anderem daran, dass rund 90 Prozent der fossilen Brennstoffe durch Abfälle ersetzt wurden, die bei der Klinkerproduktion als Energiequelle dienen. Zudem wird ein Viertel der Rohstoffe aus recycelten alten Gebäuden gewonnen.
