Alle Bundesländer, der Bund und der Städte- und Gemeindebund haben in Linz eine gemeinsame "Österreich-Deklaration" für eine Bodenstrategie unterzeichnet.
Stell dir vor, jeden Tag werden in Österreich Flächen so groß wie ungefähr neun Fußballfelder neu verbaut oder asphaltiert. Zwischen 2023 und 2025 waren es laut einem Bericht der Österreichischen Raumordnungskonferenz im Durchschnitt noch 6,5 Hektar pro Tag. Boden ist eine begrenzte Ressource: Wenn Felder, Wiesen oder Wälder verschwinden, geht Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren, und es wird schwerer, Lebensmittel direkt vor Ort anzubauen. Genau hier setzt die neue Deklaration an: Sie soll den Bodenverbrauch in Zukunft deutlich senken.
In der Deklaration steht zum Beispiel, dass "Boden geschützt und Zukunft ermöglicht" werden soll. Konkret heißt das: Bestehende Orte sollen dichter werden, also zum Beispiel neue Wohnungen auf bereits bebauten Flächen entstehen, statt neue Siedlungen auf der grünen Wiese. Außerdem sollen Orts- und Stadtkerne gestärkt werden, damit Geschäfte, Schulen und Treffpunkte näher bei den Menschen bleiben. In den Bundesländern laufen dazu schon erste Programme, die laut Konferenz wirken.
