In Österreich dauern Hitzewellen laut neuen Daten viel länger als früher, vor allem in Wien und Eisenstadt.

Was ist passiert? Meteorologen der Geosphere Austria haben nachgezählt: In Wien dauerte die längste Hitzeperiode zwischen 2020 und 2025 im Schnitt 16 Tage am Stück. Vor 1990 waren es nur etwa 6 Tage. In Eisenstadt waren es 2024 sogar 31 Tage in Folge. Seit 1991 gab es in Wien jedes Jahr mindestens eine Hitzewelle, davor gab es noch zehn Jahre ohne. Klagenfurt folgt in der Statistik mit etwa 14 Tagen Dauer.

Wer hilft? Wissenschafter wie Carlo Buontempo vom EU-Programm Copernicus und Davide Faranda vom Projekt Climameter untersuchen, wie der Klimawandel Hitzeperioden verstärkt. Sie erklären, dass sich bestimmte Wetterlagen mit Hochdruck im Sommer häufen und dass die Temperaturen durch den Klimawandel in Westeuropa bis zu vier Grad höher liegen. Meteorologen warnen zudem vor neuen Rekorden: Am Sonntag könnte der österreichweite Höchstwert von 40,5 Grad aus dem Jahr 2013 fallen.