Zwei große Pharmaunternehmen, Eli Lilly aus den USA und Boehringer Ingelheim aus Deutschland, wollen in Rheinland-Pfalz weniger oder gar nicht mehr investieren – und machen die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung dafür verantwortlich.
Was ist passiert? Eli Lilly hatte vor etwa zweieinhalb Jahren angekündigt, für rund 2,5 Milliarden US-Dollar ein neues Werk in Alzey in Rheinland-Pfalz zu bauen. Dort sollten eigentlich 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen, vor allem für die Herstellung von Abnehmspritzen. Jetzt hat das Unternehmen aber gesagt: Wir investieren nur noch die Hälfte und schaffen nur 500 neue Stellen. Wenige Stunden später hat auch Boehringer Ingelheim mitgeteilt, dass es geplante Ausgaben in Höhe von 900 Millionen Euro an deutschen Standorten für die Jahre 2027 bis 2030 streicht. Beide Konzerne sagen: Das liegt an der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung, die vorsieht, dass Pharmaunternehmen mehr Rabatte auf ihre Medikamente geben müssen.
