Ein 50-jähriger Mann ist nach einem Transport von Salzburg nach Wien in der Justizanstalt Josefstadt gestorben, und jetzt wird genau untersucht, was schiefgelaufen ist.
Was ist passiert? Ein Mann wurde in Salzburg festgenommen und später in das Gefängnis JA Josefstadt in Wien gebracht. Während der Fahrt zeigte er Zeichen einer Vergiftung mit einem starken Medikament. In der Zelle in Wien verschlechterte sich sein Zustand plötzlich, und er starb an den Folgen der Vergiftung. Ein Gerichtsmediziner hat den Fall untersucht und bestätigt, dass keine Schläge oder Misshandlungen die Ursache waren, spricht aber von einer „nicht optimalen Versorgungskette" – das bedeutet, dass mehrere Stellen nicht gut genug zusammengearbeitet haben.
Wer hilft jetzt? Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelt, weil sie klären will, ob jemand eine Schuld an dem Tod trägt. Eine unabhängige Kommission der Justizministerin Anna Sporrer hat das ganze Gefängnissystem in Österreich untersucht und dabei „systemische Mängel" festgestellt – also Fehler, die nicht nur in diesem einen Fall passiert sind. Das Justizministerium prüft den Vorfall intern, und auch die Volksanwaltschaft ist informiert. Ziel ist, dass sich solche Todesfälle nicht wiederholen.
