Die Verhandlungen über eine längere Waffenruhe stecken fest, weil der Iran zuerst eingefrorene Milliarden zurückhaben will.

Was ist passiert? Seit Tagen verhandeln die USA und der Iran über eine Verlängerung der Waffenruhe, die seit dem 8. April gilt. Der Iran besteht darauf, dass mindestens 12 Milliarden US-Dollar von blockierten Konten im Ausland freigegeben werden, bevor es weitere Gespräche gibt. US-Präsident Donald Trump hatte eine Entscheidung angekündigt, dann aber doch nichts verkündet. Gleichzeitig leidet die Bevölkerung im Iran stark unter der Wirtschaftskrise: Die Preise haben sich fast verdoppelt, und viele Menschen können sich Grundnahrungsmittel kaum noch leisten.

Wer hilft? Vermittler wie der Emir von Katar arbeiten an einem Mechanismus, um zumindest einen Teil des Geldes – 12 Milliarden Dollar – für die Menschen im Iran verfügbar zu machen. Diplomaten auf beiden Seiten suchen weiter nach einem Kompromiss, auch wenn die Positionen noch weit auseinanderliegen. Die Verhandlungen selbst sind ein Zeichen dafür, dass beide Seiten eine friedliche Lösung finden wollen.