Bei den Verhandlungen mit dem Iran geht es gerade um viel Geld, das im Ausland feststeckt – und das könnte die Lage für viele Menschen im Iran verändern.
Was ist passiert? Im Iran herrscht eine schwere Wirtschaftskrise. Die Preise sind im Mai 77,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, im Durchschnitt der letzten zwölf Monate sind Dinge rund 53,9 Prozent teurer geworden. Wegen eines Krieges und einer Seeblockade kann der Iran sein Öl kaum noch verkaufen, obwohl China noch der größte Käufer ist. Internationale Sanktionen, also Strafmaßnahmen anderer Staaten, machen den Handel zusätzlich schwer. Der Iran darf zum Beispiel das internationale Bankensystem SWIFT nicht nutzen, und in manchen Bereichen fehlen sogar Medikamente.
Wer hilft? Verhandlungen zwischen dem Iran und anderen Staaten laufen gerade. Expertinnen und Experten wie Sascha Lohmann von einem Berliner Forschungsinstitut erklären, dass es dabei vor allem um Milliarden-Beträge geht, die im Ausland blockiert sind. Allein sechs Milliarden US-Dollar liegen derzeit in Katar. Wenn Geld freigegeben wird, könnte die iranische Regierung Devisen bekommen, also ausländische Währung, die sie dringend braucht. Auch die US-Regierung kann mit Sonderregeln Sanktionen lockern, etwa um die Ölpreise stabil zu halten. In früheren Verhandlungen haben Banken aus Deutschland, der Schweiz und Irland geholfen, Geld zu transferieren.
