Eine neue Umfrage der Europäischen Zentralbank zeigt: Viele Menschen in Europa glauben, dass die Preise wegen des Kriegs im Iran noch länger hoch bleiben.
Die Europäische Zentralbank, kurz EZB, hat rund 19.000 Leute in elf Ländern gefragt, wie sie die Preisentwicklung sehen. Das Ergebnis: Für die nächsten zwölf Monate rechnen die Befragten mit einer Inflation von 4,0 Prozent. Das bedeutet, dass Waren und Dienstleistungen im Schnitt um so viel teurer werden könnten. Vor allem die Spritpreise sind wegen des Iran-Kriegs stark gestiegen, und das merkt man direkt an der Tankstelle.
Die EZB ist die Hüterin des Euro und hat das Ziel, die Inflation bei etwa zwei Prozent zu halten. Weil die Preise gerade zu schnell steigen, überlegt sie, die Zinsen zu erhöhen. Das macht Kredite teurer, bremst aber die Inflation. Am 11. Juni entscheidet die EZB, ob sie diesen Schritt geht. Viele Fachleute an den Finanzmärkten erwarten genau das. Die Umfrage hilft der EZB, bessere Entscheidungen zu treffen, damit das Leben für alle bezahlbar bleibt.
