Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag und Samstag zu Warnstreiks im Einzel- und Großhandel aufgerufen, weil die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern stocken.

Stell dir vor, du gehst am Samstag shoppen und der Laden hat zu – genau das kann passieren. Verdi hat Beschäftigte bei großen Ketten wie Rewe, Penny, Ikea, H&M, Zara, Primark, Metro, Kaufland, Hit und Douglas dazu aufgerufen, am Freitag und Samstag die Arbeit ruhen zu lassen. In Sachsen haben am Donnerstagmorgen schon rund 100 Leute in Zentrallagern gestreikt, in Hessen werden etwa 800 Teilnehmende erwartet, und in Thüringen ist für Freitag sogar eine Kundgebung in Erfurt geplant.

Worum geht's? Verdi will, dass die Löhne im Handel deutlich steigen, weil die Preise in den letzten Jahren kräftig zugelegt haben. Die Gewerkschaft fordert 7 Prozent mehr Geld, mindestens 225 Euro im Monat. Wer eine Ausbildung macht, soll 150 Euro pro Lehrjahr extra bekommen. Die Arbeitgeber halten dagegen: Sie bieten bisher nur 2 Prozent mehr – und das erst ab November – plus weitere 1,5 Prozent ab August 2027. Verdi findet das viel zu wenig und sagt, das Angebot bleibe "effektiv weit unter der prognostizierten Inflationsrate".