In der österreichischen Chemiebranche haben die Warnstreiks der letzten Woche geendet, und am Dienstag beginnt die nächste Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern.
Bei den Chemie-Kollektivvertragsverhandlungen geht es darum, wie viel Geld die rund 50.000 Beschäftigten in den nächsten Monaten und Jahren verdienen sollen. Nach sechs Verhandlungsrunden gibt es noch keine Einigung. Die Arbeitgeber haben eine einmalige Zahlung von 250 Euro angeboten, aber die Gewerkschaft GPA fand das zu wenig.
Deshalb gab es eine Woche lang Warnstreiks – kurze Arbeitsniederlegungen von zwei Stunden – in Betrieben wie Boehringer Ingelheim, Lenzing oder dem Chemiepark Linz. Damit wollte die Gewerkschaft Druck machen, damit die Arbeitgeber ihr Angebot verbessern. Die Arbeitgeberseite argumentiert hingegen, dass die Löhne in Österreich seit 2020 insgesamt zwölf Prozent höher gestiegen sind als in Deutschland, und sie fürchtet um die Wettbewerbsfähigkeit.
