Ein Wal namens Timmy wurde tagelang in einem Livestream gezeigt, weil Helfer ihn retten wollten - am Ende starb er. Danach wurde viel diskutiert: Helfen wir Tieren wirklich immer, wenn wir es gut meinen?

Was ist passiert? Der Buckelwal Timmy war schwer krank und wurde wochenlang per Livestream begleitet. Helfer versuchten, ihn zur Nordsee zu bringen, doch das Tier starb. Die Expertin Judith Benz-Schwarzburg sagt, dass Wale und Delfine oft stranden, weil der Mensch die Meere verschmutzt, das Klima verändert und Lebensräume zerstört. Deshalb tragen wir eine Mitschuld - egal, ob wir am Strand stehen oder weit weg sind.

Wer hilft Tieren wirklich? In Deutschland gibt es das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde in Niedersachsen. Dort arbeiten Leute wie Joachim Neumann. Sie pflegen verletzte Tiere gesund und lassen sie wieder frei, wenn das möglich ist. Neumann sagt: "Uns ist egal, was das für ein Tier ist. Für uns zählt nur, ob wir das Tier wieder gesund pflegen können oder nicht." Der Ethiker Felix Suckstorff von der Uni Greifswald erklärt wiederum, dass es sogar ungerecht wäre, nur süsse Tiere zu retten und andere nicht - etwa eine Ratte im Vergleich zu einem jungen Eichhörnchen.