Wegen eines großen Waldbrands im Süden Frankreichs dürfen am Montag keine Zuschauer an die dritte Etappe der Tour de France – die Sicherheitskräfte sollen sich ganz auf das Feuer konzentrieren.
Was ist passiert? Im Département Pyrénées-Orientales, nahe den Pyrenäen, wütet ein Waldbrand. Schon mehr als 1.500 Hektar Land sind verbrannt, rund 5.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Etappe der Tour de France startet zwar wie geplant im spanischen Granollers und endet im französischen Les Angles – aber sobald das Rennen in Frankreich ist, sind keine Fans an der Strecke erlaubt. Auch die bunte Werbekarawane, die sonst Süßigkeiten und kleine Geschenke verteilt, fällt auf französischer Seite aus.
Wer hilft? Die Feuerwehr kämpft mit einem massiven Einsatz gegen die Flammen in einem schwer zugänglichen Berggebiet. Unterstützt wird sie von der Polizei, der Gendarmerie und weiteren staatlichen Stellen. Die Präfektur der Region koordiniert die Maßnahmen und hat die Menschen rund um Les Angles aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Auch die Tour-Organisation um Direktor Christian Prudhomme und Technikchef Thierry Gouvenou passt das Rennen an: Es gibt größere Versorgungszonen mit Wasser, ein zusätzliches Kühl-Motorrad und nach dem Ziel Eisbäder für die Fahrer.
