Im Süden von Frankreich wütet ein riesiger Waldbrand, Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

In den Pyrénées-Orientales, einer Region im Süden Frankreichs nahe der Grenze zu Spanien, brennt seit Sonntagabend ein riesiger Wald. Die Flammen haben bereits eine Fläche von 1.650 Hektar zerstört – das entspricht ungefähr 2.300 Fußballfeldern. Rund 5.000 Menschen wurden aus mehreren kleinen Dörfern in den Bergen westlich der Stadt Perpignan in Sicherheit gebracht. Eine Anwohnerin und ein Feuerwehrmann wurden nach Angaben des Senders BFMTV schwer verletzt. Auch im Département Gard, weiter östlich zwischen den Städten Avignon und Nîmes, brennt es: Dort musste ein Teil der Autobahn A9 Richtung Spanien gesperrt werden. Für sieben Départements im Südosten Frankreichs gilt die höchste Warnstufe Rot, der Wetterdienst Météo France warnt vor hoher Waldbrandgefahr.

Viele Helferinnen und Helfer sind im Einsatz: Feuerwehrleute, Polizei und andere staatliche Kräfte kämpfen gemeinsam gegen die Flammen. Der Präfekt der Region, Regnault de la Mothe, betonte, dass der Schutz der Menschen oberste Priorität hat. Notunterkünfte wurden in Schulen und Sporthallen eingerichtet. Auch die Veranstalter der Tour de France haben reagiert: Die dritte Etappe des berühmten Radrennens, die am Montag durch die Brandregion führen sollte, findet nun ohne Zuschauer und ohne die bunte Werbekarawane statt. So soll verhindert werden, dass sich Menschenmengen in den ohnehin angespannten Gebieten aufhalten.