Ein gewaltiger Waldbrand im Süden Spaniens hat mindestens zwölf Menschen getötet und mehr als 1.400 Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

Ein Waldbrand brach am Donnerstag in der Nähe des kleinen Ortes Los Gallardos in Andalusien im Süden Spaniens aus. Starker Wind trieb die Flammen schnell voran – etwa 100 Meter in einer einzigen Minute. Bis Samstag hatte das Feuer rund 6.600 Hektar Wald verbrannt, eine Fläche größer als 9.400 Fußballfelder. Mindestens zwölf Menschen starben und mehr als zwanzig werden noch vermisst. Rund 1.400 Menschen, darunter Touristen aus Großbritannien, mussten über Nacht ihre Häuser und einen Campingplatz verlassen.

Mehr als 500 Feuerwehrleute und Soldaten arbeiten daran, das Feuer zu stoppen, zusammen mit über zwanzig Flugzeugen und Hubschraubern, die Wasser aus der Luft abwerfen. Der regionale Notfallminister Antonio Sanz sagte, dass die Einsatzkräfte erstmals seit Beginn des Brandes endlich direkt gegen das Feuer vorgehen könnten, anstatt nur nahegelegene Dörfer zu verteidigen. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sandte ebenfalls eine Botschaft der Unterstützung nach Spanien. Offizielle Stellen sagen, dass das Feuer vermutlich durch ein herabgefallenes Stromkabel verursacht wurde.

Einen Waldbrand kann man von zu Hause aus nicht stoppen, aber man kann wachsam bleiben. In heißen, trockenen Sommern solltest du die lokalen Nachrichten und alle Evakuierungsanweisungen verfolgen, wenn du in der Nähe von Wäldern oder Grasland wohnst. Sprich mit deiner Familie über einen Notfallplan und gehe niemals in die Nähe eines Waldbrandes – auch nicht, um Fotos zu machen. Organisationen zu unterstützen, die Bäume pflanzen oder Gemeinden nach Bränden beim Wiederaufbau helfen, ist eine weitere Möglichkeit, etwas zu bewirken, sobald die Gefahr vorüber ist.