Im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern brennt seit Montag ein großer Waldbrand, und das Dorf Granzin musste erneut evakuiert werden.

Was ist passiert? Im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag ein Wald ausgebrochen. Das Feuer hat sich schnell ausgebreitet – innerhalb weniger Stunden von rund 2.000 Quadratmetern auf 24 Hektar, am Dienstagabend waren es schon mehr als 90 Hektar. Wind hat das Feuer angefacht und die Richtung geändert. Das Dorf Granzin mit etwa 400 Einwohnern liegt im Süden des Brandgebiets. Die Menschen dort mussten am Dienstagabend zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ihre Häuser verlassen. Sie wurden gebeten, in ihren Ausweichquartieren zu bleiben. Eine Notunterkunft gibt es im Bürgerzentrum im nahen Peckatel.

Wer hilft? Rund 340 Einsatzkräfte sind im Einsatz, darunter auch das THW. Verstärkung kam aus Rostock und aus Vorpommern-Rügen – zum Beispiel ein Spezialfahrzeug für Waldbrände von Rügen. Ein Harvester bewässert den Wald rund um den Ort Speck, damit die Flammen nicht übergreifen. Es werden sogenannte Riegelstellungen ausgebaut – das sind Schneisen mit Beregnungsanlagen, die das Feuer stoppen sollen. Für Fragen gibt es ein Bürgertelefon beim Landkreis.