Forscherinnen und Forscher haben auf der dänischen Insel Anholt damit begonnen, den toten Buckelwal Timmy zu obduzieren, um herauszufinden, warum er gestorben ist.

Was ist passiert? Timmy war ein großer Buckelwal, der wochenlang an der Ostseeküste unterwegs war. Er wurde mehrfach vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gesehen. Rettungsversuche schlugen fehl. Anfang Mai brachte ihn eine private Initiative mit einem Kahn in die offene See im Kattegat. Mitte Mai wurde sein Kadaver vor der dänischen Insel Anholt gefunden. Am Donnerstag haben Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Tierärztinnen dort mit der Obduktion begonnen. Sie zerlegen den Wal Stück für Stück und nehmen Organe sowie andere Körperteile in blaue Behälter, die in ein Labor gebracht werden.

Wer hilft? Vor Ort arbeiten Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Tierärztinnen in Schutzanzügen, weil sich im Kadaver durch die Verwesung Gase gesammelt hatten. Aus der Ferne verfolgen das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern, Greenpeace und das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund die Obduktion per Livestream. Das Deutsche Meeresmuseum hat bereits angekündigt, die Ergebnisse anzufordern, weil es sie für die Forschung wichtig findet. Umweltminister Till Backhaus sagte, man wolle aus dem Fall lernen und beim nächsten Mal besser vorbereitet sein.