Die Partei BSW von Sahra Wagenknecht will nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auch mit der AfD zusammenarbeiten – das sorgt für viel Diskussion.

Was ist passiert? In Sachsen-Anhalt wird im September ein neuer Landtag gewählt. Die AfD liegt dort in Umfragen bei über 40 Prozent, wäre also stärkste Kraft. Das BSW, die Partei von Sahra Wagenknecht, kämpft selbst um den Einzug in den Landtag. Trotzdem stellt Wagenknecht Bedingungen: Sie will eine Regierung, die mit wechselnden Mehrheiten arbeitet – also mal mit der einen, mal mit der anderen Partei. Dazu soll es auch Stimmen von der AfD geben dürfen. Das nennt sie eine „Bürgerregierung“.

Warum ist das ein Thema? Bisher haben CDU, SPD, Grüne und Linke in Sachsen-Anhalt gesagt: Mit der AfD wird nicht zusammengearbeitet. Das nennt man die „Brandmauer“. Wagenknecht sagt, diese Brandmauer habe nicht funktioniert, weil die AfD trotzdem immer stärker geworden sei. Sie will diese Linie aufweichen – aber nicht so weit, dass die AfD den Ministerpräsidenten stellen darf. Das hat BSW-Chefin Amira Mohamed Ali deutlich gemacht.