Fabio De Masi, der Chef der Partei BSW, hat vorgeschlagen, dass die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Friedensgesprächen zum Ukraine-Krieg vermitteln soll.
Auf einem Parteitag in Cottbus sagte De Masi, dass Deutschland mehr für den Frieden tun müsse. Er findet, dass man zum Beispiel Angela Merkel als Verhandlerin hätte schicken können. „Man hätte ja zum Beispiel sagen können, dann schicken wir eben die Merkel hin. Aber nicht mal das wird ja gemacht in diesem Land“, sagte er wörtlich.
Die Europäische Union will im Moment aber keinen eigenen Chefunterhändler für solche Gespräche mit Russland ernennen. Neben Merkel wurden auch der finnische Präsident Alexander Stubb und der frühere EZB-Chef Mario Draghi als mögliche Kandidaten genannt. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte seinerseits den früheren Kanzler Gerhard Schröder erwähnt, der aber wegen seiner Nähe zu Putin als ungeeignet gilt.
De Masi sprach auch über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September. Er sagte klar, dass seine Partei keine Koalition mit der CDU oder der AfD eingehen wird. In Umfragen steht das BSW dort bei vier Prozent und würde den Einzug ins Parlament verpassen. Trotzdem bleibt De Masi optimistisch und nennt seine Partei eine „Turniermannschaft“.
