Vier Politiker der AfD sind zu einem großen Wirtschaftsforum nach Russland gereist, obwohl die Bundesregierung ihnen davon abgeraten hatte. Viele andere Politiker finden die Reise problematisch.

Was ist passiert? In St. Petersburg hat das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF begonnen. Es ist ein großes Treffen für Wirtschaft und Politik, das von der russischen Regierung jedes Jahr in der Heimatstadt von Präsident Wladimir Putin organisiert wird. Vier Politiker der AfD sind dorthin gereist: die Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier und Steffen Kotré, der sächsische AfD-Chef Jörg Urban und der EU-Parlamentsabgeordnete Petr Bystron. Auf dem Forum treffen sich Vertreter aus mehr als 130 Ländern, darunter auch wieder offiziell deutsche Unternehmen. Besonders im Mittelpunkt steht ein Treffen von Frohnmaier mit dem Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller. Dabei ging es darum, ob die defekten Ostsee-Gasleitungen Nord Stream wieder in Betrieb gehen könnten, damit wieder Gas aus Russland nach Deutschland fließt. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte den AfD-Politikern vorher ausdrücklich von der Reise abgeraten, weil Russland gerade die Ukraine angreift.