Wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf Raffinerien hat Russland den Verkauf von Flugzeugtreibstoff ins Ausland gestoppt – das betrifft auch Nachbarländer in Zentralasien.

Russland hat beschlossen, bis Ende November kein Kerosin mehr ins Ausland zu liefern. Kerosin ist der Treibstoff, mit dem die meisten Flugzeuge fliegen. Der Grund: Ukrainische Drohnen haben in den letzten Tagen wichtige Ölanlagen in Russland angegriffen und teils lahmgelegt. Dadurch fehlt jetzt Treibstoff, den das Land eigentlich selbst braucht – für seine Armee, aber auch für zivile Flugzeuge.

Die russische Regierung versucht, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Sie hat schon letzte Woche den Export von Benzin eingeschränkt und prüft jetzt auch Maßnahmen für Diesel. Auf der Krim, die Russland seit 2014 besetzt hält, gibt es bereits Einschränkungen beim Benzinverkauf. Der Gouverneur dort hat das angeordnet, damit nicht noch mehr Treibstoff knapp wird. So will der Staat sicherstellen, dass Krankenhäuser, Feuerwehr und andere wichtige Dienste weiter funktionieren.