Rund 100 deutsche Rüstungsfirmen sind gerade in Paris auf einer großen Waffenmesse, nachdem ein riesiges deutsch-französisches Kampfjet-Projekt geplatzt ist.

Stell dir vor, du baust jahrelang mit deinen Freunden an einem riesigen Lego-Projekt – und am Ende streitet ihr euch so sehr, dass keiner mehr mitmachen will. So ähnlich ist es beim FCAS-Projekt passiert. FCAS steht für „Future Combat Air System“ und war ein Plan von Deutschland und Frankreich, gemeinsam einen neuen Kampfjet zu entwickeln. Das Projekt war 2017 gestartet und sollte mehrere Milliarden Euro kosten. Doch die Firmen konnten sich nicht einigen, deshalb wurde FCAS jetzt abgesagt.

Trotzdem geben die deutschen Rüstungsfirmen nicht auf. Auf der Messe Eurosatory in Paris zeigen rund 100 Unternehmen aus Deutschland, was sie können – zum Beispiel Panzer, Artillerie, Munition und Drohnen. Insgesamt sind etwa 2.600 Aussteller aus 68 Ländern auf der Messe, die zu den größten Waffenmessen der Welt zählt. Hans Christoph Atzpodien, der Chef des deutschen Rüstungsverbands BDSV, sagt: „Wir sind mit rund 100 Unternehmen auf der Messe präsent - das zeigt, dass wir uns international präsentieren und vernetzen wollen, wobei wir auch an Kooperationen mit anderen internationalen Partnern interessiert sind“.