Auf einer großen Luftfahrt-Messe in Berlin haben acht Firmen gesagt, dass sie gemeinsam einen neuen Kampfjet bauen wollen – doch die Politik zögert noch.

Stell dir vor, du willst mit Freunden ein neues, richtig cooles Baumhaus bauen. Bevor ihr loslegt, müsst ihr euch einigen: Wer kann was? Wer macht den Plan? Wer bezahlt was? Genau so eine Diskussion läuft gerade in Deutschland – nur geht es nicht um ein Baumhaus, sondern um ein neues Kampfflugzeug. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat auf der ILA, der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin, gesagt: Es ist noch nichts entschieden. Man müsse genau schauen, wer was kann, wie schnell es geht und was es kostet.

Der Grund für die neue Diskussion: Ein älteres Projekt zwischen Deutschland und Frankreich, das FCAS-Programm, ist geplatzt. Die beiden Hauptfirmen Airbus und Dassault haben sich nicht einigen können. Acht deutsche Firmen – darunter Airbus, MTU, Hensoldt, MBDA, Autoflug, Diehl Defence, Liebherr und Rohde & Schwarz – haben sich jetzt zusammengetan. Sie nennen sich „Team Gen 6“, weil das neue Flugzeug zur sechsten Generation gehören soll.